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WH-Ware 2026 – der Anfang

Deutlich weniger Ware für den Anfang als im letzten Jahr und sogar noch weniger Ware als im Jahr davor steht nun hier auf der Fläche. Dass wir die Saison mit nur sieben Aufstellern/Displays anfangen ist schon ungewöhnlich.

Da wird natürlich im Laufe der nächsten Wochen und Monate noch wesentlich mehr kommen. Aber so ist erst einmal der Anfang für die üblichen Kommentare gemacht: "Jetzt schon?!" und "Das wird auch jedes Jahr früher!"

Lustig aber, wie beständig wir bei einigen Artikeln sind. Vergleicht mal das aktuelle Bild mit den Bildern der letzten beiden Jahre. Die "Lebkuchen-Allerlei"-Tüten (der hohe Turm mit den roten Kartons) und die einfachen Spekulatius (die weißen Tüten mit der roten Spitze) haben wir neben ein paar anderen Klassikern immer mit dabei …


Der Füllerdieb

Ein Mann, aus dem Ostblock stammend und in einer Obdachloseneinrichtung gemeldet, gab Leergut ab und holte sich hinter noch einen Becher mit kaltem Kaffee aus dem Kühlregal. Währenddessen hatten wir ihn längst auf dem Monitor der Videoanlage auf dem Blick, denn bei seinem Anblick schrillten alle unsere inneren Alarmglocken.

Als er vom Kühlregal augenscheinlich direkt zur Kasse gehen wollte, atmeten wir schon auf, aber vor dem Regal mit den Schreibwaren blieb er stehen. Nach mehreren Sekunden entschied er sich für einen Füllfederhalter im Wert von 6,99 €, den er kurzerhand in seine Tasche steckte und natürlich auch nicht bezahlen wollte.

Wir empfingen ihn zu dritt am Ausgang und forderten ihn auf, uns nach hinten zu begleiten. Er war zwar friedlich und kooperativ – zumindest soweit er konnte. Von seinem Ausweis, so es denn seiner war, hatte er nur eine zu großen Teilen nicht zu entziffernde Fotokopie dabei. Aber darum durfte sich etwas später die herbeigerufene Polizei kümmern …

Auch mit dem Wissen, dass es oft nichts bringt, schon gar nicht bei jemandem, der ohnehin schon ganz unten ist und nichts mehr zu verlieren hat, "muss" ich diese Anzeigen einfach schreiben. Sich beklauen zu lassen und gar nichts zu unternehmen und die Leute nur rauszuwerfen, würde sich wie eine Kapitulation anfühlen.


Lustige Strichcodes – 828

Auf der Holzkohle von Aldi hat Susanne diesen Strichcode mit (vermutlich) stilisierten Flammen entdeckt. Würde zumindest thematisch passen. :-)

Vielen Dank für die Zusendung.


Demolierte Armlehnen zweiter Stuhl B3

Der zweite Schreibtischstuhl bei mir im Büro, eigentlich Ines' gewöhnlicher Platz, wenn wir hier zusammen arbeiten, hat im Laufe der Jahre etwas gelitten. Als Stuhl ist er generell noch toll. Die Rollen, die Gasdruckfeder, die Sitzfläche und die Lehne – alles noch super in Ordnung.

Aber die beiden Armlehnen haben ihre Zeit hinter sich. Durch welche Vorgänge genau, Aufstützen beim Aufstehen oder Berührungen mit dem Schreibtisch, kann ich nicht sagen, aber beide Armlehnen machen keinen tollen Eindruck mehr. Klar "funktionieren" sie noch als Lehne, aber schön ist das nicht mehr.

Allerdings sind sie noch so gut und so wenig funktionseinschränkend, dass ich aber nur deswegen keinen neuen Stuhl kaufen würde.

Vor ein paar Tagen kam mir eine Idee: Kann man die nicht mit flexiblem Filament (TPU) mit dem 3D-Drucker selber machen? Wozu hat man denn so ein Gerät zu Hause stehen? Da bräuchte ich die Lehnen doch nur mit einem CAD-Programm nachzubauen und den Rest würde dann der Drucker erledigen. Mit TPU habe ich noch nie gearbeitet, aber das Objekt so vorzubereiten, dass die Armlehnen die richtige Härte / Elastizität haben, sollte maximal mit ein paar Fehlversuchen hinzubekommen sein.

Herausforderung angenommen, das wird ein interessantes Projekt. :-)




Wir haben Lebkuchen!

Und Spekulatius. Und Baumkuchen. Und bestimmt noch viele andere Artikel, die sich jetzt noch in Kartons und unter Stülpdeckeln verstecken. Wenn wir es zeitlich schaffen, bauen wir die Ware heute noch auf. Ansonsten müssen die Sachen noch bis morgen tapfer im Lager durchhalten …


Rosa Zeug

Edeka-Harste goes new Ways neue Wege: Wir haben jetzt auch mal ein Display mit Produkten von "The Pink Stuff" hier im Laden stehen. Wer sich von gelegentlich oder auch häufiger mal in den putzwütigen Ecken von Instagram und TikTok herumtreibt, dürfte die knallpinken Packungen schon längst einmal gesehen haben. Vor allem die rosasarbene Reinigungspaste hat sich dort in den vergangenen Jahren wohl zu einem ziemlichen Hype entwickelt. DAS war jedoch nicht der Grund für mich, diesen Aufsteller mal zu bestellen.

Dabei ist das Zeug erstaunlicherweise nämlich gar keine neumodische Social-Media-Erfindung oder das Produkt irgendwelcher Influencer. Die Geschichte der Paste reicht bis in die 1930er Jahre zurück. Ob sie ihren heutigen Namen tatsächlich nur deshalb bekam, weil die Kunden das rosa Reinigungsmittel ohnehin längst einfach nur "The Pink Stuff" nannten oder ob das Mittelchen von Anfang an so hieß, habe ich nicht herausfinden können.

Ob die Paste (und die anderen Mittelchen dieser Serie) nun tatsächlich irgendwelche Wunder vollbringt, kann ich nicht beurteilen. Der Hersteller selber bezeichnet die Paste letztlich auch nur als milden Scheuerreiniger und warnt bei empfindlichen Oberflächen durchaus vor möglichen Kratzern.

Als ich die Proben vor ein paar Monaten mal im Kollegenkreis herumgezeigt hatte, erntete ich viele "Ahh!"s und "Ohh!"s und so kam ich darauf, dass dieses Produkt (als Artikel für den Verkauf) durchaus mal ausprobierenswert wäre. Und nun bin ich mindestens genauso neugierig, ob unsere Kunden mit dem pinken Zeug schon etwas anfangen können. Wird der Aufsteller schnell leer oder haben wir den nächsten LHDJ hier vor uns?

Kennt ihr diese Reinigungsmittelchen?


Tiramisu in der Unterhose

Ein Doppelpack Tiramisu unserer Eigenmarke aus dem Kühlregal hatte sich dieser abgewrackte Typ nicht nur eingesteckt, sondern tief in seiner Unterhose verschwinden lassen.

Wir hatten zwar den Diebstahl bemerkt und ihn für die Tat angezeigt, was übrigens auch nicht seine erste Anzeige von uns war, aber die Ware war dennoch verloren. Der Ekelfaktor beim Gedanken an den Inhalt seiner Unterhose war so groß, dass wir die Dessertpackungen hinterher entsorgt haben. Brr …


Eddieday (33)

Schon ziemlich genau ein Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie mutierte der Katzer zum Aluhutträger. Okay, vielleicht nicht ganz freiwillig, aber ihm war es offenbar egal und die Kinder hatten ihren Spaß. :-P


Rückrufe entstehen nicht durch Kundenhinweise

Im Kühlhaus lag ein ganzer Korb voll mit einer Sorte Wurst. Der Korb war deshalb voll, da es sich um den gesamten Bestand aus unserem Regal handelte.

Die Kollegin, die das veranlasst hatte, erklärte mir, dass ein Kunde sie angesprochen hatte und dass es für diesen Artikel einen Rückruf gebe und wir die Wurst deshalb unbedingt aus dem Verkauf nehmen mussten.

Ja. Nee. So einfach ist das nicht.

Wir nehmen Rückrufe natürlich grundsätzlich sehr ernst. Es gibt relativ belanglose Gründe (falsches MDH auf die Packung gedruckt), unproblematische aber unschöne (z. B. Fehler bei den Zutaten, Produkt schmeckt nicht so, wie es soll), aber auch lebensgefährliche, beispielsweise durch Fremdkörper (Metallteile oder Glasscherben), Keime oder nicht deklarierte Allergene im Produkt.

Die Lieferketten sind bei uns genauestens dokumentiert und wenn ein Artikel aus einer von einem Rückruf betroffenen Charge bei uns gelandet ist, bekomme ich den Rückruf auch umgehend auf unterschiedlichen Wegen zugestellt. Wenn nicht, dann nicht. Von dieser Wurst wussten wir nichts und nachdem ich die Sache überprüft hatte, war klar, dass die Wurst, die die Kollegin hier nach dem Hinweis des Kunden aus dem Regal genommen hatte, überhaupt nicht betroffen war.

Das war von ihm vielleicht nett gemeint, hat aber bei uns nur für unnötige Aufregung gesorgt. Die Kollegin ist auf jeden Fall jetzt instruiert, in solchen Fällen zumindest mal ihren Vorgesetzten (aka MOI!) zu fragen und nicht einfach das Regal auszuräumen.

Die vermisste alte Kundin

Eine alte Stammkundin hatte vor Wochen ihr Portemonnaie vermisst. Sie war hundertprozentig sicher, es eingesteckt zu haben, aber auch mit aller Mühe an der Videoanlage ließ sich nicht herausfinden, ob sie es auch tatsächlich bei uns im Laden dabei hatte. Nie hielt sie es in den Händen und es war auch nie jemand so in ihrer Nähe, dass ein Taschendiebstahl anzunehmen gewesen wäre.

Die Kundin ging etwas geknickt nach Hause und wollte dort noch einmal in Ruhe nachsehen. Das ist nun einige Wochen her und obwohl sie sonst fast täglich bei uns war, haben wir sie seitdem nie wieder hier im Laden gesehen.

Wir können nichts daran ändern, aber ich gebe zu, dass man sich schon Gedanken macht. Die Option, dass sie plötzlich umgezogen ist, würden Ines und ich jedenfalls gleichermaßen nicht in Betracht ziehen. :-O

Badendes Täubchen

Ich stand auf der Rampe und habe der Taube zugeguckt und sie hat sich auch gar nicht durch mich stören lassen. Man kann jedenfalls nicht sagen, dass sie keinen Spaß beim Baden in der Pfütze hier auf dem Hof gehabt hat. :-)


CR2430, Klebeband und ein paar Fragezeichen

In Kassenbüro lag diese Packung Knopfzellen. Weil das Kassenbüro das Kassenbüro ist, haben nur Leute mit Schlüsselgewalt Zugang dazu. Für all diese Leute gibt es eine WhatsApp-Gruppe, die sich "Schichtleiter" nennt.

Beide Gruppen sind identisch, Die Chance, dass jemand, der weiß, wieso diese Packung Knopfzellen so aussieht, wie sie aussieht und warum sie im Büro liegt, auch in der WhatsApp-Gruppe zu finden ist, beträgt also rund 100%.

Offenbar passieren hier aber auch sonderbare, übernatürliche Dinge. Vielleicht haben wir einen kleinen Poltergeist, der aufgerissene und wieder mit Kreppband zugeklebte Batterieverpackungen irgendwo ablegt. Eine Antwort auf meine Frage in besagter WhatsApp-Gruppe, was es mit den Batterien auf sich hat, habe ich nämlich nie bekommen …